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Tagung Fit im Vorstand

Auch in diesem Jahr bieten wir wieder die Tagung "Fit im Vorstand" an. Sie findet am 23.04.2016 von 09.00 - 16.00 Uhr in Steinfurt statt. Die separate Ausschreibung mit Anmeldekarte erscheint in Kürze!

Verhaltensbiologin Dr. Gabriele Haug-Schnabel zu Gast

Der Kreissportbund Steinfurt, der Kreis Steinfurt und das AWO Familienzentrum in Lengerich ermöglichten in enger Kooperation zwei Veranstaltungen mit der renommierten Freiburger Referentin Dr. Gabriele Haug-Schnabel.

Am Donnerstag, 10.12.15 fand der Vortrag zum Thema „Aggressionen bei Kindern“ im Centralhof in Lengerich statt.  Im Vorfeld dieser Veranstaltung trafen sich Annette Scholta, Marion Jansen, Katrin Keller, die Leitungen der Kitas, Tilman Fuchs, Leiter des Kreisjugendamtes, Frank Neumann, TV Lengerich, Birgit Lindlage, Musikpädagogin und freie Referentin beim KSB Steinfurt und Martina Rathmann, Uli Fischer, beide KSB Steinfurt zum „Experten-Gespräch“ in der AWO Kindervilla mit Dr. Gabriele Haug-Schnabel zum gemeinsamen Rundgang in der Kita und einem Austausch.

Frau Haug-Schnabel berichtete von ihren Erfahrungen und zeigte sich beeindruckt von der Netzwerk-Arbeit im Kreis Steinfurt. Das Bildungsdreieck Sportverein-Kita-Schule wurde deutlich und mit anschaulichen Beispielen hinterlegt. Marion Jansen, Leiterin der Kindervilla betonte die konzeptionelle Ausrichtung ihrer Kita „Bewegung und Ernährung“ sind die Grundlagen einer gesundheitsfördernden Kita!

„Heute mal kein Streit! – Das ist kein professionelles Tagesziel!“, so erklärt Dr. G. Haug-Schnabel den 230 Teilnehmer/innen beim Abendvortrag! Denn „die Kinder haben an so einem Tag wenig dazu gelernt in Sachen Konfliktbewältigung! Kinder wollen miteinander interagieren, sind begeistert vom gemeinsamen Spiel und Konflikte sind Teil der Kooperation unter Kindern. In den ersten fünf Lebensjahren werden die Grundlagen für ein erfolgreiches Konflikthandling gelegt.“

„Daher ist in den Kitas und Krippen eine hohe Konfliktdichte zu beobachten! Es gilt die Konfliktsituationen angemessen zu begleiten und das ist eine pädagogische Höchstleistung“,  so die renommierte  Bildungsforscherin Haug-Schnabel. Wie das konkret umgesetzt werden kann, welche Voraussetzungen gegeben sein sollten, wie die professionelle Begleitung, Übersetzung und auch Beantwortung dieser Situationen aussehen könnte, waren dann die Inhalte des  einstündigen Vortrages!

Neben Mitarbeiter/innen aus Kita, Schule und Vereinen hatten sich auch zahlreiche Eltern eingefunden.  „Viele praktische  Beispiele haben mich an meinen Alltag in der Kita erinnert, “ so die Erzieherin aus einer Steinfurter  Bewegungskita! „Wertvolle Anregungen und Tipps werden sicher in meine Arbeit einfließen!“ Eine Mutter aus Lengerich ergänzte: „Ich werde die Auseinandersetzungen mit meinem Kind jetzt aus einer anderen Perspektive betrachten. Das hilft uns beiden!“

Die Darbietungen der Kindergruppen aus den drei AWO–Kitas rundeten die Veranstaltung ab! „Wir haben fünf Mal geübt und es hat uns immer Spaß gemacht, “  so die kleine Nele aus der AWO Kita!

Am Tag danach stand ein ganztägiges Seminar in Steinfurt im Kötterhaus im Kreislehrgarten für die Referentin Haug-Schnabel und 30 Fachleute aus den Bewegungskindergärten, Kreisjugendamt  und dem Referententeam des KSB Steinfurt  an.

Thema: Kita 2015 – eine Herausforderung! Partizipation leben ist eine Frage der professionellen Haltung.

Andre Scheipers, Kreisjugendamt und Uli Fischer, 1. Vorsitzender des KSB Steinfurt begrüßten gemeinsam die Teilnehmer/innen.

Der Kindergarten als Bildungsinstitution wurde in den Blick genommen. Die Themenfelder Kommunikation, Partizipation, Raumgestaltung  und auch die Gestaltung der Essenssituation wurden von Haug-Schnabel interessant und anschaulich unter die Lupe genommen. „Der Esstisch sollte kein Stresstisch sein- was gibt es da für uns als Begleiter zu beachten? Wie können wir gestalten, dass es für Kinder und Erwachsene als angenehm erlebt wird?“ Auch der evolutionäre Hintergrund – wovon essen wir, wann essen wir und wieviel essen wir - wurde von der Verhaltensbiologin beantwortet!

„Es wird sicher nicht einfacher alle Aufgaben in der Kita zu lösen, aber  eine professionelle Haltung, das Kind im Blick und auch ein tragfähiges Netz mit vielen Bildungspartnern können unterstützen. Die heutige Veranstaltung hat dazu beigetragen, dass wir aus verschiedenen Perspektiven und im intensiven Austausch, Ideen und Lösungsansätze entwickeln können“, so Martina Rathmann, Referentin des KSB Steinfurt.

„Mir hat die Vielfalt der unterschiedlichen Professionen gut gefallen. Frau Haug-Schnabel  hat uns echte Perspektiven aufgezeigt. Wir würden uns eine Anschlussveranstaltung sehr wünschen, ich würde auch gerne mit mehr Mitarbeiterinnen aus meinem Team dazu kommen, “ so  Elke Ursinus, Leiterin der Bewegungskita aus Westerkappeln.

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Kinder stark machen!

16 engagierte Vereinsvertreter haben sich mit Unterstützung durch den Deutschen  Kinderschutzbund  zum Qualitätszirkel „Prävention sexualisierter Gewalt“ getroffen. Die Teilnehmer haben sich zum Thema und zu der weiteren Umsetzung in ihren Vereinen ausgetauscht. Die Veranstaltung hat bei allen Anwesenden sehr großen Anklang gefunden. Danke für euer Engagement in Sachen Kinderschutz! Weiter so, denn „Wir machen Kinder stark!“

Gesundheitsfördernder Lebensort Sportverein

Zum Workshop vom 21.10.2015 stehen hier die Dokumente zum Download bereit.

Broschüre komplett (pdf)
PPT-Präsentation (pdf)

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energieland2050-Sportvereine gesucht

Kreis Steinfurt startet Projekt zum Klimaschutz im Sportverein

Klimaschutz und Sport passen gut zusammen – daher startet das Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt ab sofort ein neues Projekt für Sportvereine. Gesucht werden Vereine, die gemeinsam mit ihren Mitgliedern energieeinsparende und klimaschonende Aktivitäten umsetzen und die Zertifizierung als „energieland2050-Verein“ erreichen möchten. Kooperationspartner sind der Kreissportbund Steinfurt sowie die Klimaschutzbeauftragten der Städte Steinfurt und Rheine. Das Modellprojekt läuft zum ersten Mal und startet daher zunächst in kleiner Runde:

Sechs Vereine aus Rheine und Steinfurt trafen sich jetzt zur Auftaktveranstaltung und möchten in den kommenden Monaten mithilfe einer professionellen Energieberatung mögliche energiesparende Aktivitäten identifizieren und diese gemeinsam mit den aktiven Mitgliedern im Vereinsalltag realisieren. Im Laufe der nächsten Zeit sollen weitere Vereine dazukommen. 

Die Zusammenarbeit mit Sportvereinen ist Teil des Förderprojekts „Klima-Citoyen“ (zu deutsch: Klima-Bürger), welches die Universität Saarland in Zusammenarbeit mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Zeppelin Universität durchführt. Der Kreis Steinfurt ist Praxispartner. Das Projekt beschäftigt sich mit Beteiligungsmöglichkeiten und Verantwortlichkeiten der Bürgerinnen und Bürger bei der Energiewende. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Quelle: Kreis Steinfurt

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2. Westerkappelner Bewegungswoche vom 12. bis 16. Oktober ein voller Erfolg

Gut 100 Kinder der Schulgänge 2014 bis 2017 nehmen an der Aktion teil!

Laute Musik ertönt in der Dreifachsporthalle, fröhliche Kinderstimmen sind aus der Zweifachhalle zu hören und über Tische und Bänke geht es in der Grundschulsporthalle, das ist die 2. Westerkappelner Bewegungswoche. Tanzen, Trommeln, Ballspiele und ganz viel Action und Bewegung, das steht bei Kindern ganz oben auf der Agenda. Während der Bewegungswoche haben sie ausreichend Gelegenheit dazu.

„Eigentlich ist es ja schon die dritte Bewegungswoche“, erläutert Elke Ursinus, Leiterin der AWO-KiTa Am Königsteich, das Geschehen. „Das erste Mal haben wir im letzten Jahr in den Osterferien noch ein wenig ausprobiert, bevor wir das Ganze entsprechend ausgeweitet haben.“ Wir, das sind die AWO-KiTa Am Königsteich, das Ev. Familienzentrum und das Haus der WeSpE. Als anerkannter Bewegungskindergarten kooperiert die AWO-KiTa eng mit dem THC Westerkappeln, dem Kreissportbund Steinfurt und Landessportbund NRW ohne deren Unterstützung dieses Projekt so nicht möglich wäre.

Über Landesprogramm „1000 x 1000 – Anerkennung für den Sportverein“ ist eine Förderung von zusätzlichen Maßnahmen in Bereichen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Bezügen, die aktuelle sportpolitische Aspekte aufgreifen, möglich. Der Förderschwerpunkt wird jährlich durch das für Sport zuständige Landesministerium festgesetzt. Ziel des Landesprogramms „1000 x 1000 - Anerkennung für den Sportverein“ ist es, die Kooperation zwischen Sportvereinen und Schulen bzw. Kindertageseinrichtungen zu intensivieren.

„Davon machen wir natürlich gerne Gebrauch“, erläutert Elke Ursinus, die gemeinsam mit  Werner Schröer vom THC eben genau diesen Antrag gestellt hat. So wird es möglich auf Honorarbasis weitere Übungsleiter für die Bewegungswoche zu engagieren und das Programm auf diese Weise noch attraktiver zu gestalten.

 

Für rund 100 Kinder gibt es täglich zwei verschiedene Angebote für die sie sich entscheiden können, wie beispielsweise das Tanzen mit Wiebke Stöhner vom Haus der WeSpE oder verschiedene Team- und Ballspiele. Natürlich dürfen die bei den Kindern bzw. ehemaligen Kindern der AWO-KiTa die Trommelkönige nicht fehlen. Bei toller Musik geht es hier richtig zur Sache. Da kommen klein und groß gehörig ins Schwitzen. Eine große Bewegungsbaustelle finden die Kinder in der Zweifachsporthalle und über „Tische und Bänke“ geht in der Grundschulsporthalle. Hier müssen die Kinder unter Anleitung von Jan Klencke vom Kreissportbund Steinfurt einen anspruchsvollen Bewegungsparcours bewältigen. Nach gut einer Stunde wird gewechselt bevor der bewegte Vormittag um 12.00 Uhr endet.

Martina Rathmann vom Kreissportbund Steinfurt, unter anderem zuständig für das Programm des Landessportbundes NRW bewegt seine KINDER! zeigt sich begeistert von diesem Projekt und hat es sich nicht nehmen lassen persönlich vorbeizuschauen. „Auf die sich schnell wandelnde Bildungs- und Betreuungslandschaft für Kinder und Jugendliche muss der organisierte Sport reagieren. Die rasante Zunahme des Ganztags erfordert von den Sportvereinen, u.a. mehr mit Kindertagesstätten und Schulen zu kooperieren. Die Westerkappelner Bewegungswoche ist ein tolles Beispiel für aktive und gelebte Kooperation.“

Den Kindern kann es egal sein. Sie wollen sich bewegen und Spaß haben und das kommt in dieser Woche auf keinen Fall zu kurz. „Einen ganz besonderen Dank möchten wir an dieser Stelle auch an die Gemeinde Westerkappeln aussprechen, die uns in dieser Woche alle Sporthallen zur Verfügung stellt. Die 3. Westerkappelner Bewegungswoche in 2016 kommt bestimmt“, da sind sich Gabi Herrmann vom Haus der WeSpE und Elke Ursinus schon heute ganz sicher.

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Vortrag mit Dr. Haug-Schnabel am 10.12.2015

ACHTUNG!!!! Neuer Termin am 10.12.2015

Ein neuer Termin für den verschobenen Vortrag von und mit Dr. Haug-Schnabel ist der 10.12.2015. Alle verschickten Tickets behalten ihre Gültigkeit. Anmeldungen für den Vortrag sind weiterhin möglich.

Vortrag zum Thema: Aggressionen bei Kindern! Was nun?

Die Verhaltensbiologin und Autorin Dr. Gabriele Haug-Schnabel hält
am 10.12.2015
im Centralhof Lienener Str. 15, 49525 Lengerich
um 19.00 Uhr einen Vortrag zum Thema Umgang mit Aggressionen. 

Ab 18.30 Uhr ist der Einlass für alle Interessierten geöffnet. Der Eintritt kostet 10,- Euro und Anmeldungen können per Mail (info(a)ksb-steinfurt.de) oder auf dem Anmeldeformular (pdf) getätigt werden.

Der Umgang mit Aggressionen ist eine Entwicklungsaufgabe und deren Begleitung eine pädagogische Höchstleistung!

Spiel, Freude, neugieriges Erkunden, Wettbewerb, aber auch Streit und Ausgrenzung - der Kinder-Alltag hat viele Gesichter. Aggressionen gehören dazu, und es ist wichtig, dass Kinder lernen, damit umzugehen. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über aggressive Verhaltensweisen: von gesunder, sozial- verträglicher Aggression bis hin zu verhaltensaufälligen Formen früher Gewalt. Und er zeigt, wie Bezugspersonen angemessen und kompetent reagieren können. Denn gut gelöste Konflikte stärken alle Beteiligten! 

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Aktionstag Bewegt Älter werden in NRW am 08.11.2015 in Hörstel

Flyer zur Veranstaltung (pdf)

Plakat zur Veranstaltung (pdf)

Weltkindertag in Mettingen

"aktiv & bewegt für Kinderrechte!" so lautete das Motto des diesjährigen Weltkindertages in Mettingen. Über 500 ehrenamtliche Helfer bereiteten Kindern rund um die Mettinger Kirche einen vielfältigen und ereignisreichen Nachmittag zum Spielen, Ausprobieren, Erleben und Mitbestimmen. 

Bildershow auf YouTube (Link)

Bereits zum 13. Mal organisierte der Kreissportbund Steinfurt für Kinder jeden Alters das größte Spielfest im Kreis. Gemeinsam mit dem Kreis Steinfurt, der Gemeinde Mettingen sowie zahlreichen Vereine, Kitas, Schulen und andere Organisationen wurde ein Zeichen für mehr Engagement für Kinder und deren Rechte gesetzt. 

Schon am Vormittag wurden die Gäste der Matinee im großartigen Ambiente des Hauses Telsemeyer herzlich willkommen geheißen. Landrat Kubendorff betonte in seiner letzten Ansprache als Schirmherr des Weltkindertages im Kreis Steinfurt, dass Bewegung für Kinder unerlässlich sei und er sich freue, dass weitere vier Kindergärten im Kreis sich als Anerkannte Bewegungskindergärten sowie vier Sportvereine als Kinderfreundliche Sportvereine zertifiziert haben. 

Anerkannte Bewegungskindergärten:
DRK Kindergarten "Bunte Welt", Rheine
Kinderland Nienbergstr., Rheine
Kinderland Alt-Lotte
AWO KiTa Martin-Luther-Str., Lengerich

Kinderfreundliche Sportvereine:
TV Mesum 
ETUS Rheine
Sportfreunde Lotte
TV Lengerich

Zusätzlich zum Anerkannten Bewegungskindergarten erhielten die DRK KiTa "Burg Funkelstein" aus Saerbeck und die AWO KiTa Lerchenfeld aus Emsdetten die Auszeichnung "Pluspunkt Ernährung".

Wie wichtig ausreichend Bewegung ist, unterstrich Winfried Vonstein, staatl. gepr. Diplom-Lehrer in seinem Vortrag (Download als pdf). Kinder haben ein Grundrecht auf Bewegung und brauchen genau diese, um sich ganzheitlich entwickeln zu können. "Kinder sind wasserdicht und abwaschbar!", lautet sein Credo und glücklicherweise haben sich die Eltern dieses am Nachmittag zu Herzen genommen. 

Der Regen legte mit den offiziellen Begrüßungsworten durch Bürgermeisterin Christina Rählmann eine lange Pause ein, ließ sich aber gen späten Nachmittag nochmals wieder blicken. Die zahlreichen Besuchern des großartigen Spielfest mit Highlights wie dem Kletterpark, einem Parcours mit Segways, Trikes, Rollern, der Ausstellungen zu Kinderechten, Kinderarbeit und Kindersoldaten, der Präsentation des Projekts „Kinderbeteiligung in Mettingen“, einer Menschenkette zum Thema „Kinderrechte“, dem Bühnenprogramm, der gemeinsame Abschlussaktion mit allen Kindern und einem Luftballonstart unter dem Motto „Wir tragen die Kinderrechte in die Welt!“ konnten das Fest dennoch in vollen Zügen genießen. 

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Sport und Bildung

3. Kinder- und Jugendsportbericht vorgestellt (Auszug als pdf)

Wie ein Alien unter Menschen habe er sich gefühlt. Damals, als er mit acht Jahren, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, nach Deutschland gekommen ist und in eine erste Klasse mit Sechsjährigen eingeschult wurde. Heute gehört Marcel Reif zu den bekanntesten deutschsprachigen Sportjournalisten. Auch weil ihm in jener Zeit vor allem der Sport Halt gegeben habe. Als der 65-Jährige nun bei der Präsentation des „Dritten Deutschen Kinder- und Jugendsportberichts“ in der Villa Hügel in Essen seine persönliche Geschichte erzählt, wird klar, welche Rolle der Jugendsport neben Erfolgen und Glücksgefühlen auch spielen kann: eine integrative.

Besonders in der Debatte um die Integration von Flüchtlingen wirkt die Geschichte von Reif aktueller denn je. Doch während der anwesende Bundesinnenminister Thomas de Maizière davon spricht, „dass über den Sport kulturelle Brücken gebaut werden können“, warnt Reif vor einer Überbelegung von Turnhallen durch Flüchtlinge. „Wenn Flüchtlinge in Turnhallen untergebracht werden, nehmen sie den Vereinen jene Sportstätten weg, in denen sie versuchen, Flüchtlingen bei der Integration zu helfen.“ Eine groteske Situation. Bevor der Sport Brücken bauen könne, müsse die Politik erst einmal Turnhallen bauen, ist Reifs dringender Appell an de Maizière.

Die Debatte in Essen ist kontrovers. Der Sportwissenschaftler Werner Schmidt zeichnet auf dem 604 Seiten starken Kinder- und Jugendsportbericht ein paradoxes Bild des deutschen Jugendsports. Zwar gebe es in Deutschland immer mehr Sportangebote für Kinder, doch könnten die immer seltener wahrgenommen werden. Vor allem Ganztagsschulen machen es Vereinen und Kindern schwer. Die Jugend treibt zu wenig Sport, ist der Tenor.

„Während Kinder sechs oder sieben Stunden nur sitzen, bewegen sie sich weniger als eine halbe Stunde“, erklärt Schmidt und verweist auf Folgen für die Gesundheit und die Sozialisation der Heranwachsenden. Die Freizeit sei durch die Bildungsreformen der letzten Jahre massiv beschnitten worden. So bleibe keine Zeit mehr für den Sport, ist die Meinung des Sportwissenschaftlers. Eine These, die de Maizière nicht nachvollziehen kann. Schließlich sei auch Zeit da, um täglich am Computer zu spielen. Vielmehr warnte er davor, Kinder durch einen übertriebenen Leistungswettbewerb in Sport und Schule zu verunsichern.

Eine Sorge, die Professor Thomas Rauschenbach vom Deutschen Jugendinstitut nicht versteht. „Kinder wollen sich ständig vergleichen“, ist der Erziehungswissenschaftler überzeugt. Nach Meinung des 62-Jährigen müssen Kinder und Jugendliche wieder mehr Sport machen, da dieser einen hohen Grad an Bildung und Sozialisation mit sich bringe. Die Devise für die kommenden Jahre müsse „Sport und Bildung“ und nicht „Sport oder Bildung“ heißen.

Auf Grund der Schulbelastung habe sich die Beziehung von Kindern und Jugendlichen zu Sportvereinen verändert. Anders als früher dürften Vereine nicht mehr auf das Kommen von Nachwuchskräften warten, sondern müssten selbst in Schulen und Kindergärten um Beitritte werben, betont Schmidt. Eine Aufgabe, der sich der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, „bewusst ist“.

Jedoch seien die Berührungsängste zwischen Sportvereinen und Schulen nach wie vor teilweise immens. Einen Konsens gab es bei der Frage, wer als Vorbild für den Nachwuchs in die Pflicht genommen werden muss: die Eltern. Sie sind die engsten Bezugspersonen und haben eine gewichtigere Rolle als Erzieher oder Lehrer. An den Eltern liegt es, ihren Nachwuchs zum Sporttreiben zu motivieren.

Um dem Negativtrend entgegenzuwirken, setzt de Maizière viel Hoffnung in eine erfolgreiche Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele 2024. Ein solches Ereignis könne Kinder wieder zum Sport bringen, hofft er und verweist auf die „Trimm-dich“-Bewegung im Zuge der Olympischen Spiele 1972 in München.

Einigkeit herrscht beim sensibelsten Thema der Diskussion, der sexuellen Gewalt gegenüber Jugendlichen in Sportvereinen: „null Toleranz“. Hörmann sieht den DOSB in der Bekämpfung der „wenigen schwarzen Schafe“ auf einem guten Weg. Ein verpflichtendes polizeiliches Führungszeugnis für Ehrenämtler in Sportvereinen, wie es Rauschenbach fordert, hält er aber für falsch. Es dürften nicht alle Jugendtrainer und -Betreuer unter Generalverdacht gestellt werden.


Quelle: www.faz.net

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Gauck empfängt Sportjugendvorsitzenden Jan Klenke

Jan Klenke wurde die Ehre zuteil, eine Einladung von Joachim Gauck zu erhalten. Der Halener wurde als einziger Sportler aus Nordrhein-Westfalen benannt, der sich ehrenamtlich für andere einsetzt und deshalb im Schlosspark von Bellevue vom Bundespräsidenten empfangen wurde.

Jan Klenke (2.v.r.) ist nicht nur beim SC Halen als Sportler und zweiter Vorsitzender im Gesamtvorstand bekannt. Er hatte 2011 die eigenständig arbeitende Sportjugend aufgebaut und diese bis zur diesjährigen Wahl in den Gesamtvorstand auch als Vorsitzender geleitet. Auch als Vorsitzender der Sportjugend im Kreissportbund Steinfurt vertritt er seit Jahren schon die Interessen von rund 72000 Kindern und Jugendlichen in über 400 Sportvereinen im Kreis Steinfurt. In dieser Funktion ist der Lehramtsstudent zugleich als Mitglied im Präsidium des Kreissportbundes Steinfurt tätig.

Das Präsidialamt Deutschlands bittet in jedem Jahr Vereine, Verbände sowie die Senats- und Staatskanzleien der Länder, engagierte junge Frauen und Männer zu nennen, die sich in besonderer Weise in den Dienst der Guten Sache stellen. 200 Frauen und Männer, die sich unter anderem in Pfadfindergruppen, der Feuerwehr, in der Musik und eben auch im Sport für andere ehrenamtlich einsetzen, durften sich über einen Empfang im Berliner Schlosspark Bellevue freuen. Joachim Gauck dankte den jungen Menschen für ihre Arbeit. Er lobte ihren Enthusiasmus und Gemeinsinn, sich für andere in diesem Land einzusetzen. Mit dieser Einladung wollte der Bundespräsident die verdiente Anerkennung für ihr Ehrenamt zum Ausdruck bringen. 
| Quelle: noz.de 

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Kooperation mit Kinderschutzbund

Erste Schulung für Vereine

Steinfurt. „Diese Fortbildung war eine runde Sache und ist ein wichtiger Baustein bei der Entwicklung eines Präventionskonzeptes in unserem Sportverein!“ So lautet die Einschätzung von Andrea Stienemann vom ETuS Rheine, die wie Vertreter/innen aus 6 weiteren Sportvereinen an dieser Fortbildung teilgenommen hat. 

Der Kreissportbund hatte in Kooperation mit dem  Deutschen Kinderschutzbund zur ersten Ausbildung von Ansprechpartner/innen für Kinderschutz in Sportvereinen eingeladen. „Wir freuen uns“, so KSB-Vorstandsvorsitzender Uli Fischer, „dass die ersten Vereine Konzepte zur Prävention sexualisierter Gewalt im Sport entwickeln. Dabei sind qualifizierte Ansprechpartner ganz entscheidende Faktoren!“

An zwei Tagen organisierten die beiden Fachreferenten des Kinderschutzbundes, Beate Horstmann und Carsten Feltkamp, ein methoden- und inhaltsreiches Programm. Im Mittelpunkt stand zunächst die Sensibilisierung. Im weiteren Verlauf des Seminars wurden Handlungsalternativen im Falle des Falles und Wege zur Hilfe vorgestellt aber auch Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt. Gemeinsam mit den 11 Teilnehmer/innen  wurden erste Ideen für das zukünftige Aufgabenspektrum der neuen Ansprechpartnerinnen im Kinderschutz erarbeitet.

Kreissportbund und Kinderschutzbund wollen die beteiligten Vereine bei der Umsetzung der in der Fortbildung angesprochenen Maßnahmen regelmäßig begleiten und bei einem Erfahrungsaustausch im Herbst 2015 die ersten Ergebnisse auswerten und mögliche Herausforderungen bearbeiten.

„Wir räumen dieser Fortbildung einen hohen Stellwert ein“, waren sich Beate Horstmann und Carsten Feltkamp in der Bewertung und ihrer Unterstützungsbereitschaft einig, „da es in dieser Form ein einmaliges Projekt in der Kooperation mit dem Sport darstellt“.

Weitere Interessierte aus den Mitgliedsvereinen des Kreissportbundes können sich gerne an die Geschäftsstelle (02551-833630 oder info@ksb-steinfurt.de) wenden, um an weiteren Veranstaltungen teilnehmen zu können.

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Beratungsleistung zum Thema: „Essenssituation in KiTas“

Immer mehr Eltern nutzen die Möglichkeit, ihre Kinder über die Mittagszeit in den Einrichtungen betreuen zu lassen. Die Essenssituation ist daher ein großes Thema für Kindertagesstätten (KiTa) und stellt so manche Herausforderung an Erzieher/innen, Leitung und Träger. 

Um hier Unterstützung zu bieten, hat der Jugendhilfeausschuss einem einzigartigen Konzept zugestimmt, der zum nächsten Kita-Jahr in die Praxis umgesetzt wird. KiTas haben die Möglichkeit, sich durch kompetente Fachpersonen individuelle Beratungsleistungen „ins Haus zu holen“. In sogenannten In-House-Schulungen soll gemeinsam mit den KiTas geschaut werden, wo es Möglichkeiten gibt, die Essenssituation als Bildungssituation zu nutzen und für alle Beteiligten angenehm zu gestalten. Dabei stehen natürlich auch der gute Umgang zum Thema Essen und die gesunde Ernährung im Fokus.

Gemeinsam am Ball: Elke Meis-Möllenkotte (Dipl. Oec.), Martina Rathmann (KSB Projektleitung), Tilman Fuchs (Kreisjugendamtsleiter) und Uli Fischer (KSB Geschäftsführer)

Der KSB als Ansprechpartner

Der Kreissportbund Steinfurt e.V. hat sich als Bildungspartner im Bereich der Kindertagesstätten durch seine 42 „Anerkannten Bewegungskindergärten“ im Kreis Steinfurt etabliert.

Dass Ernährung und Bewegung in der Bildungsarbeit eng miteinander verzahnt sind, zeigt auch das Siegel „Pluspunkt Ernährung“, welches „Anerkannte Bewegungskindergärten“ zusätzlich noch erwerben können.

Aufgrund langjähriger Erfahrung und bereits guter Zusammenarbeit zwischen dem Jugendamt des Kreises Steinfurt und dem Kreissportbund Steinfurt wird dieses Projekt vom KSB ausgeführt. KiTas können im Anschluss an eine Beratung durch den KSB finanzielle Unterstützung durch das Jugendamt erhalten, um so entweder eine zusätzliche Hauswirtschaftskraft oder falls bereits vorhanden, weitere Erzieherstunden finanzieren zu können.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer oder telefonisch unter: 02551 833630

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