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Fachtagung Bildung kommt ins Gleichgewicht

Am 12. November 2016 findet in Mettingen die Fachtagung zum Thema "Bildung kommt ins Gleichgewicht" statt.

Weitere Infos:

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Bundesprogramm Integration durch Sport 2016

Hier können Sie Mittel aus dem Bundesprogramm "Integration durch Sport" beantragen.

Weitere Infos:

Förderbedingungen (pdf)

Antrag (pdf)

Kinder- und Jugendförderpreis 2016

Im Pakt für den Sport wird die Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit im Sport herausgestellt. Zur Unterstützung der Bedeutung für die Kreisentwicklung und zur Anerkennung der Ehrenamtlichen, Aktiven und Unterstützer insbesondere der jugendlichen Engagierten in dem Vereinen haben sich die beteiligten dazu entschlossen, im Jahr 2016 einen Kinder- und Jugendsportpreis für die Mitgliedsvereine des KSB Steinfurt einzuführen.

 

Der Kinder- und Jugendsportpreis wird für Good-Practice-Beispiele, Initiativen und Aktivitäten in der Kinder- und Jugendarbeit der Sportvereine im Kreis Steinfurt vergeben, die die Vielfalt der sportlichen Kinder- und Jugendarbeit verdeutlichen.

Der Förderpreis hat das Ziel, zu kinder- und jugendgerechten Aktivitäten im Sportverein anzuregen und die Sportentwicklung ideenreich zu gestalten.

Der Förderpreis möchte die Leistungen der sportlichen Kinder- und Jugendarbeit aufwerten und in der Öffentlichkeit vorstellen.

 

Ausschreibung (pdf)

 

Antrag (pdf)

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Sportförderung des Kreises Steinfurt 2016

Im Pakt für den Sport und den damit verknüpften Förderrichtlinien ist eine Förderung von Einzelprojekten vorgesehen. Im Jahr 2016 sind weitere Mittel durch den Kreistag für die Förderung von inklusiven Angeboten sowie von Angeboten für Ältere Menschen in den Vereinen bereitgestellt worden.

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Praxisbörse des KSB- ein buntes Fortbildungsprogramm und gute Laune garantiert!

„Wir haben uns alle wieder sehr auf diesen Tag gefreut, das Gesamtangebot stimmt einfach,“ so Marion Jansen, Leiterin der AWO Kita Kindervilla in Lengerich! „Die Inhalte der Workshops, der Impulsvortrag, aber auch der kollegiale Austausch und ein tolles Buffet in der Mittagspause tragen dazu bei, dass sich alle TeilnehmerInnen wohlfühlen und auch Jahr für Jahr wiederkommen, wenn es heißt „Praxisbörse - Kinder in Bewegung“, so Martina Rathmann, Referentin KSB.

Regina Tölkes, Vereinsvertreterin von Falke Saerbeck ergänzte, „das Schul- und Sportzentrum in Saerbeck bietet optimale Möglichkeiten und die Organisation durch den Kreissportbund war wieder super!“.  

Uli Fischer, Vorsitzender Kreissportbund Steinfurt, bedankte sich beim Bürgermeister Wilfried Roos, der in seinem Grußwort seine Zusage gab, „der Kreissportbund ist auch im nächsten Jahr wieder herzlich willkommen in Saerbeck.“    

Ein besonderes Highlight war das Warm up unter Anleitung von Musikpädagogin Birgit Lindlage. Ein „good morning rhythmycal“ zu der Musik von OMI brachte die 200 Teilnehmer/Innen, die aus dem gesamten Kreisgebiet kommen, das erste Mal schwungvoll in Bewegung!  

„Jedes Kind sollte täglich einmal ins Schwitzen kommen!“, so forderte Janet Müller, Referentin der Unfallkasse NRW! Sie führte  weiter aus, dass Bewegung ein wichtiger Baustein in der kindlichen Entwicklung und im Bildungsprozess ist. „Bewegung  sollte auch in der Schule nicht nur eine Nebenrolle spielen, sondern als  eine Plattform für Bildungspotenziale verstanden werden. Bewegen und Lernen - das gehört ganz eng zusammen!“ Die Referentin hatte in ihrem Vortrag auch insbesondere die kognitive Förderung und die Fähigkeit zur Selbstkontrolle im Blick!  

Danach ging es in die 12 Workshops mit unterschiedlichen Themen.  

Es wurde auch wieder ein Workshop „Inklusion“ angeboten. Inhalt war die gebärdenunterstützende Kommunikation „Schau auf meine Hände!“ Dieser Workshop war verbunden mit einem  Auftritt in der Mittagspause! Unter der Leitung der Referentin Claudia Rademacker, interpretierten die Akteure den Song „Applaus, Applaus“ der Sportfreunde Stiller in der Gebärdensprache!  

Nicole Wesselmann mit ihrem Life Kinetik Angebot brachte wieder vielfältige Bewegungspraxis mit! Life Kinetik koppelt vielfältige Bewegungsaufgaben mit kognitiven Aufgaben. Das ist nicht nur sehr lustig sondern auch sehr anspruchsvoll. Andrea Lehmkuhl, Übungsleiterin vom SC Reckenfeld ist sicher, „da kann ich eine Menge bei uns in die Übungsarbeit mit einfließen lassen! Diese Übungen machen sowohl Kindern, wie auch Erwachsenen Freude! Und mit Spaß und Freude lernt es sich bekanntlich am besten!“


Vortrag Janet Müller Executive Funktionen (pdf)

Unterlagen zum Workshop Feinmotorik nach Stehn mit Gabriele Thomauske Mehlis (pdf)

 

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Hier finden Sie ein paar Impressionen von der Praxisbörse:

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Beratungsleistung zum Thema: „Essenssituation in KiTas“

Immer mehr Eltern nutzen die Möglichkeit, ihre Kinder über die Mittagszeit in den Einrichtungen betreuen zu lassen. Die Essenssituation ist daher ein großes Thema für Kindertagesstätten (KiTa) und stellt so manche Herausforderung an Erzieher/innen, Leitung und Träger. 

Um hier Unterstützung zu bieten, hat der Jugendhilfeausschuss einem einzigartigen Konzept zugestimmt, der zum nächsten Kita-Jahr in die Praxis umgesetzt wird. KiTas haben die Möglichkeit, sich durch kompetente Fachpersonen individuelle Beratungsleistungen „ins Haus zu holen“. In sogenannten In-House-Schulungen soll gemeinsam mit den KiTas geschaut werden, wo es Möglichkeiten gibt, die Essenssituation als Bildungssituation zu nutzen und für alle Beteiligten angenehm zu gestalten. Dabei stehen natürlich auch der gute Umgang zum Thema Essen und die gesunde Ernährung im Fokus.

Gemeinsam am Ball: Elke Meis-Möllenkotte (Dipl. Oec.), Martina Rathmann (KSB Projektleitung), Tilman Fuchs (Kreisjugendamtsleiter) und Uli Fischer (KSB Geschäftsführer)

Der KSB als Ansprechpartner

Der Kreissportbund Steinfurt e.V. hat sich als Bildungspartner im Bereich der Kindertagesstätten durch seine 42 „Anerkannten Bewegungskindergärten“ im Kreis Steinfurt etabliert.

Dass Ernährung und Bewegung in der Bildungsarbeit eng miteinander verzahnt sind, zeigt auch das Siegel „Pluspunkt Ernährung“, welches „Anerkannte Bewegungskindergärten“ zusätzlich noch erwerben können.

Aufgrund langjähriger Erfahrung und bereits guter Zusammenarbeit zwischen dem Jugendamt des Kreises Steinfurt und dem Kreissportbund Steinfurt wird dieses Projekt vom KSB ausgeführt. KiTas können im Anschluss an eine Beratung durch den KSB finanzielle Unterstützung durch das Jugendamt erhalten, um so entweder eine zusätzliche Hauswirtschaftskraft oder falls bereits vorhanden, weitere Erzieherstunden finanzieren zu können.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer oder telefonisch unter: 02551 833630

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Rückblick Mitgliederversammlung des Kreissportbundes Steinfurt

Die Bürgerhalle in Wettringen war Mittwochabend für die Mitgliedsvereine des Kreissportbundes und zahlreichen Gäste zu einer „sportlichen Infomesse“ dekoriert worden. Ein toller Rahmen für den 70. Geburtstag des Kreissportbundes. KSB-Vizepräsident Jürgen Coße begrüßte über 120 anwesende  Gäste und ließ die Chronik des Kreissportbundes in einem rhetorisch-charmanten Vortrag in kurzen Blitzlichtern vorüberziehen...

„Dass der Vorsitzende des Kreissportbundes 1972, Otto Artmeier, bereits auf die Notwendigkeit der Integration der Gastarbeiter verweist, zeigt die fortschreitende Bedeutung diese Themas“, so Coße. Auch die Bedeutung der Jugendarbeit sei ein roter Faden in der Geschichte des Kreissportbundes und eigentlich der Gründungsauftrag bei der Neuordnung des Sportsystems nach 1945.

Landrat Dr. Klaus Effing, Schirmherr von insgesamt sechs Handlungsfeldern des Kreissportbundes, betonte die fachlich-kompetente Zusammenarbeit. Erfreut verwies er auf die hohe Zahl der Anerkannten  Bewegungskindergärten. Mit nunmehr 48 Bewegungskitas und 30 Kinderfreundlichen Kooperationsvereinen seien die Ziele des Kreisentwicklungsprogramms bald erfüllt. „Bildung und Bewegung gehören für mich zusammen“, betonte Effing und versprach weitere Unterstützung.

Gemeinsam mit dem Vertreter der Kreissparkasse, Christof Beumer, überreichte er einen Geburtstagscheck in Höhe von 700 Euro.

Für den Bürgermeister ist es ein Glücksfall, dass derzeit fast wöchentlich der KSB in seiner Gemeinde präsent ist. „Wir sind Standort des 14. Weltkindertags am 25.September und wie sich nach den ersten Treffen abzeichnet, wird das größte Spielfest im Kreis Steinfurt hier neue Ausrufezeichen setzen!“, so Berthold Bültgerds.

Zum Abschluss des Empfangs wurden 18 Mitgliedsvereine (DLRG OG Altenberge, DJK BW Greven, TSV Ladbergen, RSG Antrup-Wechte, TuS Lotte, SC Halen, VfL SF Lotte, FC Matellia 08 Metelen, Voltigierverein Metelen, Tanzkorps Rote Husaren, TuS Recke, DLRG OG Recke, SC Altenrheine, TV Borghorst, DRLG OG Burgsteinfurt, BSV Westfalia Leeden und Ledde, Pferde- und Zuchtverein Wettringen, FC Vorwärts Wettringen) und der Kreisreiterverband für ihr Engagement im Kinderschutz ausgezeichnet. Als nachahmenswertes Modell präsentierten der neu ernannte Vizepräsident Ali Pish Been und Vorstandsvorsitzender Uli Fischer die „Sporthand“ aus Steinfurt, ein Zusammenschluss von 8 Vereinen, die sich um Flüchtlinge in ihrer Stadt kümmern. Regelmäßig werden hier rund 100 Flüchtlinge in verschiedenen Sportgruppen betreut. In besondere Weise geschehe dies, so Pish Been, beim Breitensport Burgsteinfurt. „Neben dem Hallensport bietet der Verein Fahrrad- und Schwimmkurse und unterstützt das Projekt eines Gruppenhelfer-Lehrgangs für junge Flüchtlinge in den Osterferien“. Als Dank überreichte der KSB ein Mountainbike an den Vorsitzenden des BSB, Jens Kösters.

Der „Sportmensch“ Heinz Homölle stand noch einmal im KSB-Rampenlicht, als er für sein über 45 jähriges Engagement, er war u.a. der erste Sportsachbearbeiter in der Kreisverwaltung und in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen im Fußball aktiv, einen Präsentkorb überreicht bekam.

Zum Auftakt der offiziellen Mitgliederversammlung analysierte der Vorstandsvorsitzende des Landessportbundes NRW, Dr. Christoph Niessen, die kommunale Entwicklung und verwies auf den Sport als Motor. Dafür sprächen neben den nackten Zahlen (Organisationsgrad über 35 Prozent im Kreis Steinfurt) vor allem der wirtschaftlichen Nutzen durch den Sport (über 77 Mrd durch Sportkonsum). Außerdem bietet der organisierte Sport ein großes Bildungspotential und sei der größte Träger ehrenamtlichen Engagements! Der Leistungssport stifte lokale (und regionale/nationale!) Identität und, „das sehen Sie hier bei der MV direkt“, so Niessen, „Sport kann integrieren!“ Mit großem Beifall bedachten die Sportvertreter diesen Impulsvortrag und gingen nach einer kurzen Pause zum Kern der Versammlung über.

Vortrag im pdf-Format

Das habe ich beim Sport gelernt (Link)

Den Berichten des Präsidiums und Vorstandes folgten der Kassenbericht, der Bericht der Kassenprüfer und die einstimmige Entlastung. Lediglich bei der Abstimmung über die Beitragserhöhung wurden 11 Nein- bei 88 Ja-Stimmen gezählt. Die Steinfurter Sportfamilie wird sich bei zahlreichen großen und kleineren Events im laufenden Jahr treffen. Und, wie es Berthold Bültgerds formulierte: „Ich freue mich darauf, Sie alle und Ihre Vereinsmitglieder zum 14. Weltkindertag am 25. September hier in Wettringens Dorfmitte mit mehreren tausend Besuchern wieder begrüßen zu können.“    

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KURZER HISTORISCHER ABRISS: 70 Jahre Kreissportbund Steinfurt –  ..immer in Bewegung!

Am 31.08.1946 wurde von den „Sportvereinen aller Sportarten“ der Kreissportverband Steinfurt ins Leben gerufen und der bisherige Rasensportverband umgewandelt. Kleine Anekdote: Die Mahnung an die Mitgliedsvereine, ihre Meldung in 6-facher (!!) Ausfertigung abzugeben (Aufforderung der Militärregierung); auch heute müssen Vereine immer wieder erinnert werden, ihre Bestandsdaten im Internet einzupflegen

25 jähriges Bestehen 1971 Zukunftsvisionen (Zitate Otto Artmeier, 1.Vorsitzender des Kreissportverbandes Steinfurt in der Jubiläumsbroschüre):
„Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen“
„Eingliederung der Gastarbeiter“
„Förderung des Breitensports. Denn nur durch Breitensport kann Spitzensport gedeihen“
Auch Landrat Poetschki hebt in seinem Grußwort die besondere Bedeutung der Jugendarbeit im Sinne der Gesunderhaltung vor. Am Rande notiert: der (alte) Kreis Steinfurt – ohne Tecklenburg und Landkreis Münsterland - stellte 1971 bereits 239.000 DM für den Sport zur Verfügung!!

50 jähriges Bestehen 1996 Turbulenzen um den und im Vorstand des Kreissportbundes stehen im Vordergrund Anfang der 90er Jahre. Festrednerin am 19.10.1996 im Kommunikationszentrum der Sparkasse Steinfurt ist die Wohnungsbau- und Sportministerin Ilse Brusis, die besonders die Bewegungsfeindlichkeit des Wohnumfeldes für Kinder anprangert. Sie fordert die Vereine auf, „Gemeinschaftshäuser zu errichten, die nach dem Sport auch Gelegenheit zum Treffen und Feiern bieten!“

60 jähriges Bestehen 2006 Die nächste Dekade war geprägt von einer dynamischen Entwicklung; nur einige Stichworte: Pakt für den Sport, Bewegungskindergärten, Vereinsberatungen über das VIBSS-System und v.a. der Beginn der „Weltkindertage“ 2003 in Steinfurt.
Seit 2001 wurde ein Breitensportkonzept entwickelt, das auch die Besetzung der Stelle eines Breitensportreferenten möglich machte. Am 6.10.2006 wurde der 60. Geburtstag im Sitzungssaal des Kreishauses gefeiert. Gastredner war damals LSB-Präsident Walter Schneeloch.

70 jähriges Bestehen 2016 In den letzten zehn Jahren ist eine Vielzahl neuer Aktivitäten dazugekommen, die sich auch im „Pakt für den Sport“ widerspiegeln. „Kinder in Bewegung“ ist das zentrale Thema. 48 Anerkannte Bewegungskindergärten, die mit 30 Kinderfreundlichen Sportvereinen kooperieren tragen zu einem familien- und bewegungsfreundlichen Wohnumfeld in den Gemeinden bei. Der Ausbau des Sporthelferprogramms an weiterführenden Schulen führt regelmäßig über 300 Jugendliche im Schuljahr zum Engagement im Sport in Schule und Verein. Mit dem Motto „Bildung braucht Bewegung“ wird eine Kampagne ins Leben gerufen, die den organisierten Sport als Bildungspartner herausstellt.
Seit Mitte 2015 sind alle Sportvereine im Kreis und in NRW aufgerufen ihre Erfahrungen in Bildern und Videos zu dokumentieren (beim-sport-gelernt.de) Das Thema Integration gewinnt vor dem Hintergrund der Flüchtlingsproblematik immer größeren Raum. Sportvereine leisten ihren Beitrag als großer Integrationsmotor.

Wie in der Gründungsphase gilt der Appell an Politik und Verwaltung, den organisierten Sport zu unterstützen: Denn er ist ein gewichtiger Faktor der kommunalen Entwicklung!

 

 

 

Das Präsidium mit Vorstand und Landrat auf der Mitgliederversammlung am 16.03.2016 (v.l.n.r.): Christina Matthoff, Markus Nottebaum, Jürgen Coße, Julian Lagemann, Jan Klenke, Ingo Wehmschulte (alle Vizepräsidenten KSB Steinfurt), Landrat Klaus Effing, Uli Fischer (Vorstand KSB Steinfurt), Martina Rathmann (Referentin Kinder in Bewegung), Ali Pish-Been (Vizepräsident KSB Steinfurt), Stefan Kipp (Vorstand KSB Steinfurt).  

 

Protokoll der MV 2016 (pdf)

 

 

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Sport und Bildung

3. Kinder- und Jugendsportbericht vorgestellt (Auszug als pdf)

Wie ein Alien unter Menschen habe er sich gefühlt. Damals, als er mit acht Jahren, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, nach Deutschland gekommen ist und in eine erste Klasse mit Sechsjährigen eingeschult wurde. Heute gehört Marcel Reif zu den bekanntesten deutschsprachigen Sportjournalisten. Auch weil ihm in jener Zeit vor allem der Sport Halt gegeben habe. Als der 65-Jährige nun bei der Präsentation des „Dritten Deutschen Kinder- und Jugendsportberichts“ in der Villa Hügel in Essen seine persönliche Geschichte erzählt, wird klar, welche Rolle der Jugendsport neben Erfolgen und Glücksgefühlen auch spielen kann: eine integrative.

Besonders in der Debatte um die Integration von Flüchtlingen wirkt die Geschichte von Reif aktueller denn je. Doch während der anwesende Bundesinnenminister Thomas de Maizière davon spricht, „dass über den Sport kulturelle Brücken gebaut werden können“, warnt Reif vor einer Überbelegung von Turnhallen durch Flüchtlinge. „Wenn Flüchtlinge in Turnhallen untergebracht werden, nehmen sie den Vereinen jene Sportstätten weg, in denen sie versuchen, Flüchtlingen bei der Integration zu helfen.“ Eine groteske Situation. Bevor der Sport Brücken bauen könne, müsse die Politik erst einmal Turnhallen bauen, ist Reifs dringender Appell an de Maizière.

Die Debatte in Essen ist kontrovers. Der Sportwissenschaftler Werner Schmidt zeichnet auf dem 604 Seiten starken Kinder- und Jugendsportbericht ein paradoxes Bild des deutschen Jugendsports. Zwar gebe es in Deutschland immer mehr Sportangebote für Kinder, doch könnten die immer seltener wahrgenommen werden. Vor allem Ganztagsschulen machen es Vereinen und Kindern schwer. Die Jugend treibt zu wenig Sport, ist der Tenor.

„Während Kinder sechs oder sieben Stunden nur sitzen, bewegen sie sich weniger als eine halbe Stunde“, erklärt Schmidt und verweist auf Folgen für die Gesundheit und die Sozialisation der Heranwachsenden. Die Freizeit sei durch die Bildungsreformen der letzten Jahre massiv beschnitten worden. So bleibe keine Zeit mehr für den Sport, ist die Meinung des Sportwissenschaftlers. Eine These, die de Maizière nicht nachvollziehen kann. Schließlich sei auch Zeit da, um täglich am Computer zu spielen. Vielmehr warnte er davor, Kinder durch einen übertriebenen Leistungswettbewerb in Sport und Schule zu verunsichern.

Eine Sorge, die Professor Thomas Rauschenbach vom Deutschen Jugendinstitut nicht versteht. „Kinder wollen sich ständig vergleichen“, ist der Erziehungswissenschaftler überzeugt. Nach Meinung des 62-Jährigen müssen Kinder und Jugendliche wieder mehr Sport machen, da dieser einen hohen Grad an Bildung und Sozialisation mit sich bringe. Die Devise für die kommenden Jahre müsse „Sport und Bildung“ und nicht „Sport oder Bildung“ heißen.

Auf Grund der Schulbelastung habe sich die Beziehung von Kindern und Jugendlichen zu Sportvereinen verändert. Anders als früher dürften Vereine nicht mehr auf das Kommen von Nachwuchskräften warten, sondern müssten selbst in Schulen und Kindergärten um Beitritte werben, betont Schmidt. Eine Aufgabe, der sich der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, „bewusst ist“.

Jedoch seien die Berührungsängste zwischen Sportvereinen und Schulen nach wie vor teilweise immens. Einen Konsens gab es bei der Frage, wer als Vorbild für den Nachwuchs in die Pflicht genommen werden muss: die Eltern. Sie sind die engsten Bezugspersonen und haben eine gewichtigere Rolle als Erzieher oder Lehrer. An den Eltern liegt es, ihren Nachwuchs zum Sporttreiben zu motivieren.

Um dem Negativtrend entgegenzuwirken, setzt de Maizière viel Hoffnung in eine erfolgreiche Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele 2024. Ein solches Ereignis könne Kinder wieder zum Sport bringen, hofft er und verweist auf die „Trimm-dich“-Bewegung im Zuge der Olympischen Spiele 1972 in München.

Einigkeit herrscht beim sensibelsten Thema der Diskussion, der sexuellen Gewalt gegenüber Jugendlichen in Sportvereinen: „null Toleranz“. Hörmann sieht den DOSB in der Bekämpfung der „wenigen schwarzen Schafe“ auf einem guten Weg. Ein verpflichtendes polizeiliches Führungszeugnis für Ehrenämtler in Sportvereinen, wie es Rauschenbach fordert, hält er aber für falsch. Es dürften nicht alle Jugendtrainer und -Betreuer unter Generalverdacht gestellt werden.


Quelle: www.faz.net

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